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HADS-D Ÿ Hospital Anxiety and Depression Scale-Deutsche Version
HADS copyright © R. P. Snaith and A. S. Zigmond, 1983, 1992, 1994.
Record form items originally published in Acta
Psychiatric Scandinavica 67, 361-70, copyright © Munksgaard
International Publishers Limited, Copenhagen, 1983.
This translation first published in 1995 by permission of the Publishers the
nferNelson Publishing Company, The Chiswick Centre, 414 Chiswick High Road,
London W4 5TF, England. All rights reserved.
Übersicht
Das Verfahren
Die HADS-D ist die gleichwertige deutsche Adaptation der englischen HADS (Zigmond & Snaith). Sie kann als Screeningverfahren sowie zur dimensionalen Schweregradbestimmung, auch in der Verlaufsbeurteilung, eingesetzt werden. Der Gesamtsummenwert kann als Maß für die allgemeine psychische Beeinträchtigung eingesetzt werden. Itemauswahl und -formulierung berücksichtigen besonders die spezifischen Anforderungen eines durch körperliche Krankheit bestimmten Settings. Dabei wird gezielt nur auf psychische Angst- und Depressionssymptome fokussiert, um eine Konfundierung durch somatische Komorbidität zu vermeiden. Erfasst werden auch leichtere Ausprägungen psychischer Störungen, die in der somatischen Medizin häufig vorliegen. Schwere psychopathologische Symptome werden bewusst ausgeklammert, was zur sehr hohen Akzeptanz des Verfahrens in den Zielgruppen beiträgt. Die 3. aktualisierte und neu normierte Auflage beinhaltet nun auch repräsentative Bevölkerungsnormen.
Beschreibung der Skalen bzw. Merkmale
Die Ausprägung ängstlicher und depressiver Symptomatik wird auf zwei Subskalen mit je sieben Items erfasst.
Populationsbezogen normiert; mit Items verknüpft Populationsbezogen normiert; errechnet abgeleiteter/errechneter Wert (x) Behandlung fehlender Werte:
(0) sie werden ignoriert
(1) Regression zur Antwortschätzung verwendet
(2) mittlere Antwortstufe wird verwendet
(3) definierte Punktzahl wird verwendet
Merkmale Standard HADS-D-Angstwert (1)
HADS-D-Depressionswert (1)
Einsatzbereich
Fragebogeninstrument zur Selbstbeurteilung von Angst und Depressivität, bei Erwachsenen mit körperlichen Beschwerden bzw. Erkrankungen. Hauptanwendungsgebiete im Bereich der somatischen Medizin (Kliniken, Ambulanzen, Arztpraxen) als Screeningverfahren, in der Differentialdiagnostik funktioneller Störungen sowie in der Erfassung und Verlaufsdokumentation reaktiver Störungen bei körperlich Kranken, auch im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen, z.B. zur Evaluation von Behandlungseffekten.
Normierung
Neben klinisch definierten Cutoff-Werten für die orientierende Fall-Identifikation liegen alters- und geschlechtsnormierte Prozentrang- und T-Werte von 5579 kardiologischen Patienten vor. Zusätzlich enthält die 3. Auflage geschlechts- und altersgetrennte Prozentrangnormen für eine gesunde Stichprobe (N=2037).
Norm Standard Kardiologische Patienten, gesamt (1. und 3.Aufl.)
Altersklassen Geschlechts- und Eingabemedium-unspezifisch von 14J bis 87J N = 5579 Kardiologische Patienten, geschlechtsspezifisch (1. und 3. Aufl.)
Altersklassen Frauen Männer Eingabemedium unspezifisch Eingabemedium unspezifisch von 14J bis 87J N = 5579 N = 5579 Kardiologische Patienten, geschlechts- und altersspezifisch (1. und 3. Aufl.)
Altersklassen Frauen Männer Eingabemedium unspezifisch Eingabemedium unspezifisch bis 29;11J N = 130 - 131 N = 205 - 207 bis 39;11J N = 642 - 782 N = 1744 - 2391 bis 59;11J N = 672 - 782 N = 2103 - 2391 bis 69;11J N = 389 - 642 N = 1125 - 1744 bis 100J N = 98 - 642 N = 294 - 1744 Deutsche Normalbevölkerung, geschlechtsspezifisch (3. Aufl.)
Altersklassen Frauen Männer Eingabemedium unspezifisch Eingabemedium unspezifisch von 14J bis 92;11J N = 1019 N = 1018 Deutsche Normalbevölkerung, geschlechts- und altersspezifisch (3. Aufl.)
Altersklassen Frauen Männer Eingabemedium unspezifisch Eingabemedium unspezifisch von 14J bis 39;11J N = N = von 40J bis 59;11J N = N = von 60J bis 92;11J N = N = Gesunde Kontrollpersonen, gesamt (1. Aufl.)
Altersklassen Geschlechts- und Eingabemedium-unspezifisch von 14J bis 87J N = 278 Gesunde Kontrollpersonen, geschlechtsspezifisch (1. Aufl.)
Altersklassen Frauen Männer Eingabemedium unspezifisch Eingabemedium unspezifisch von 14J bis 87J N = 157 N = 121
Gütekriterien
Reliabilität
Cronbachs Alpha beträgt in der deutschen Eichstichprobe (N = 6200) für die Angst-Subskala alpha = .80 und für die Depressivitäts-Subskala alpha = .81. Die Retestreliabilität beträgt innerhalb von zwei Wochen r = .85 bzw. r = .83, nach längeren Intervallen von über sechs Wochen jeweils r = .70, was für eine hinreichende Änderungssensitivität spricht.
Validität
Die zweifaktorielle Struktur der Skala konnte an der Eichstichprobe eindeutig bestätigt werden. Die konvergente Validität ist durch dokumentierte Zusammenhänge mit konstruktnahen Verfahren belegt. Zahlreiche Hinweise ergeben sich aus der im Testmanual aufgeführten, umfangreichen internationalen Literatur zum Einsatz des Instrumentes in nahezu allen Bereichen der Medizin.
Bearbeitungsdauer
Testform Dauer ca. Itemzahl Standard 6.00 min 14 Zeiten sind "Bruttozeiten" von Start bis Ende der Testbearbeitung (z.B. inklusive Instruktion).
Literaturangaben
Herrmann-Lingen, C., Buss, U. & Snaith, R. P. (2011). Hospital Anxiety and Depression Scale - Deutsche Version (HADS-D) (3., aktualisierte und neu normierte Auflage). Manual. Bern: Hans Huber.